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Der Schluckakt gilt als lebensnotwendige Funktion. Ohne die Fähigkeit zu schlucken, müssen wir verdursten und verhungern. Deshalb ist die Schluckfunktion bereits bei der Geburt vorhanden. Dem Schluckakt geht die Nahrungsaufnahme in den Mundraum und ggf. die Zerkleinerung der Nahrung voraus.
Schluckstörungen (Dysphagien) bedeuten deshalb immer eine ernste Gefahr für den Organismus. Eine klinisch bedeutsame Schluckstörung liegt vor, wenn mindestens eines der folgenden Hauptsymptome zutrifft:
- Der Schluckakt ist von subjektiven Missempfindungen, schlimmstenfalls von Schmerzen, begleitet.
- Der Schluckakt ist vom subjektiven Gefühl eines Passagehindernisses, schlimmstenfalls Passagestopps, begleitet.
- Beim Schlucken läuft Nahrung oder Flüssigkeit aus der Nase heraus. Bereits geschluckte Nahrung oder Flüssigkeit , irgendwo im Speiseweg "liegen geblieben", wird oral herausgewürgt.
- Nahrung oder Flüssigkeit gelangt mit sofortigem, verzögertem oder ohne (!) Räuspern bzw. Hustenreiz in die Luftwege, schlimmstenfalls Entwicklung einer aspirationsbedingten Lungenentzündung.
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